Also sprach Hafes
Hafes’ Vorrede
In der Vorrede blickt Hafes auf Zarathustra, und zwar insbesondere auf Zarathustras Rundgesang:
O Mensch! Gib Acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
„Ich schlief, ich schlief –,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Weh –,
Lust – tiefer noch als Herzeleid:
Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit –,
– will tiefe, tiefe Ewigkeit!“
Hafes beginnt, Zarathustras Rundgesang umzugestalten, um auf Hafes’ Rundgesang zu kommen.
O Mensch! Gib Acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht?
„Ich schlief, ich schlief –,
Aus tiefem Traum bin ich erwacht: –
Die Welt ist tief,
Und tiefer als der Tag gedacht.
Tief ist ihr Leid –,
Doch Freude löst es auf.
Was auch geschieht:
Der Schmerz verblasst.
Statt Leid kommt Glück,
kommt Dankbarkeit auf.“
Wie kann Hafes wagen, das zu formulieren, trotz aller Katastrophen, die es gibt, sei es durch Krieg, sei es durch Dürre oder Überschwemmung, sei es durch Überheblichkeit der sogenannten Eliten, die auf ihren Vorteil erpicht sind, die dem Bereich des alten Menschen zugehören. Ihnen gegenüber ist die Mutter Erde bereits dabei, den neuen Menschen zu gebären. Lasst uns erwachen, lasst die Geburt uns unterstützen!
Hafes, wie ich ihn beschreibe, ist das reinste Wesen des neuen Menschen.
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