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Die Deklaration der Menschenrechte erfolgte im Jahr 1790. Im 19. Jahrhundert wurde die Behandlung der Geisteskranken humaner. Man nahm ihnen die Ketten ab und peitschte sie nicht mehr aus.


Seit einigen Jahren gibt es eine Tierrechts-bewegung, ausgehend von dem in Australien lebenden Philosophen Peter Singer. Noch sind die Tiere unserer willkürlichen, auch physischen Gewaltherrschaft ausgeliefert.


Es gibt aber auch Pflanzenrechte und Rechte der

unbelebten Natur. Jeder Baum, jeder Berg hat sein Recht. Den indianischen Kulturen ist das selbstverständlich.


Die Entwicklung der menschlichen Zivilisation hat zu der unabdingbaren Notwendigkeit geführt, dass das menschliche Bewusstsein im großen Stil, bei vielen Menschen seine Qualität verändere. Wenn wir nicht lernen, die Rechte der gesamten Natur zu achten, können wir auf dieser Erde nicht überleben.


Wien, 26. Februar 1993



Ich sitze auf einem Felsblock am Meer bei Kokkari. Um mich herum türmen sich Felsen auf, die bis ins Wasser reichen. Die Wellen schlagen gegen die Felsen in ihrer eigenen Melodie.


Das Meer hier ist ein Lebewesen, wie auch ein

Berg ein Lebewesen ist. Ich habe mich ihm schon

mehrfach anvertraut, seit ich hier bin. Beim Hinausschwimmen habe ich es mit meinem ganzen Körper umarmt. Es hat meine Umarmung erwidert und hat mir von der Relativität aller Verwundungen erzählt und aller Dinge, die nicht so einen langen Atem haben wie das Meer.


Kokkari, 2. Oktober 1999

Es bedeutet nichts,

fest im Sattel zu sitzen.

Es bedeutet nichts,

erleuchtet zu sein.

Drum überlass ich mich

dem dunklen Licht

und reite

auf dem sattellosen Windpferd

über die Erde.


Wien, 24. Juni 1994


Nach Wikipedia ist das Windpferd in der schamanistischen Tradition Zentralasiens eine Allegorie für die menschliche Seele.



der wahnsinn

der langsam den griff lockert

und die erde

aus den händen verliert

ist doch nur

ein flackerndes irrlicht

über den schwarzen krumen

der erde

und die zellen

die diesen wahnsinn gebären

sind erde

sind erde


Wien, 10. Februar 1998



lasst uns steine schleppen

in den fluss

kantige steine

in die strömung werfen

dass sie rund geschliffen werden


lasst uns steine schleppen

in den fluss

sandige steine

in die strömung werfen

dass sie abgewaschen werden


lasst uns steine schleppen

in die sonne

rund geschliffene steine

abgewaschene steine

in die lichtflut werfen

dass sie ihre ganze schönheit zeigen


Dürrwien, 6. Juni 2014

| JETZT tanzen die regenwürmer aufwärts durch die rote erde |

Auf dem sattellosen Windpferd